top of page
Makramee Schlüsselanhänger selber knüpfen

Makramee Schlüsselanhänger selber knüpfen

14. Okt.
5 Min. Lesezeit

Ein Schlüsselbund liegt täglich in der Hand, verschwindet in Taschen und fällt manchmal zwischen Sofakissen. Genau deshalb ist ein selbst geknüpfter Anhänger mehr als nur Deko: Er macht Schlüssel schneller auffindbar und gibt ihnen eine persönliche Note. Makramee Schlüsselanhänger selber knüpfen gelingt auch ohne große Vorkenntnisse - mit etwas Kordel, einem Schlüsselring und zwei bis drei einfachen Knoten.

Für den Anfang lohnt sich ein schlichtes Modell. Es sieht ordentlich aus, lässt sich in kurzer Zeit fertigstellen und verbraucht nur wenig Material. Wer danach Lust auf mehr bekommt, kann mit Farben, Perlen, Fransen oder unterschiedlichen Knotenmuster weiterarbeiten. Gerade bei kleinen Projekten zeigt sich schnell, wie vielseitig Makramee-Garn sein kann.

Material für Makramee Schlüsselanhänger selber knüpfen

Bei Schlüsselanhängern kommt es weniger auf eine aufwendige Ausstattung an als auf eine Kordel, die gut in der Hand liegt. Baumwollkordel mit etwa 3 bis 5 mm Stärke ist für viele Anfängerinnen und Anfänger eine gute Wahl. Sie ist griffig, lässt sich sauber knoten und kann an den Enden leicht ausgekämmt werden. Dünnere Kordel wirkt feiner, braucht aber mehr Geduld. Sehr dicke Kordel ergibt einen kräftigen Anhänger, kann am Schlüsselbund jedoch schnell etwas voluminös werden.

Für einen Anhänger mit gedrehtem Muster brauchen Sie:

  • einen Schlüsselring oder Karabiner,

  • vier Kordelstücke aus Baumwolle, jeweils etwa 80 bis 100 cm lang,

  • eine scharfe Schere,

  • ein Maßband oder Lineal,

  • optional eine Klammer, ein Klebeband oder ein Makramee-Brett zum Fixieren.

Die genaue Länge hängt von Kordelstärke, Knotendichte und gewünschter Größe ab. Für einen etwa 12 bis 15 cm langen Anhänger sind 90 cm pro Faden ein praktischer Startwert. Lieber zunächst etwas großzügiger zuschneiden: Zu lange Fransen kürzen Sie am Ende einfach, zu kurze Arbeitsfäden lassen sich nicht verlängern.

Preisbewusst wird das Projekt besonders dann, wenn Sie mehrere Anhänger aus einer Rolle Kordel planen. Kleine Schlüsselgeschenke für Freundinnen, Kolleginnen oder als Zugabe zu einem verpackten Gutschein lassen sich aus überschaubaren Materialmengen herstellen. Bei Grandbazaar24 finden Kreative dafür Makramee-Garne, Kordeln und passendes Zubehör in vielen Farben und Stärken.

Die wichtigsten Knoten kurz erklärt

Für den ersten Schlüsselanhänger reichen zwei Grundtechniken. Beim Ankerknoten befestigen Sie einen gefalteten Faden am Ring. Beim Spiralknoten, auch halber Kreuzknoten genannt, entsteht durch die Wiederholung auf einer Seite die typische gedrehte Form.

Der Ankerknoten bildet den sauberen Start. Legen Sie ein Kordelstück zur Hälfte, sodass eine Schlaufe entsteht. Führen Sie diese Schlaufe von hinten durch den Schlüsselring. Ziehen Sie die beiden losen Enden durch die Schlaufe und ziehen Sie alles fest. Wiederholen Sie das mit allen vier Kordelstücken. Danach hängen acht Fäden am Ring.

Für einen Spiralknoten benötigen Sie immer vier Fäden. Die beiden mittleren bleiben als Trägerfäden gerade liegen. Mit den äußeren Fäden wird geknotet. Wichtig ist nicht, sofort besonders fest zu ziehen, sondern bei jedem Knoten ungefähr die gleiche Spannung zu halten. So wird die Spirale gleichmäßig statt unruhig.

Anleitung: Einen gedrehten Schlüsselanhänger knüpfen

Befestigen Sie den Schlüsselring zunächst an einer festen Unterlage. Eine Klammer an einem Klemmbrett, ein Stück Klebeband auf dem Tisch oder eine Sicherheitsnadel an einem festen Kissen reichen aus. Der Ring darf beim Knoten nicht mitwandern, denn sonst werden die Reihen schnell unterschiedlich lang.

Schritt 1: Fäden am Ring anbringen

Falten Sie alle vier Kordelstücke mittig und befestigen Sie sie mit Ankerknoten am Schlüsselring. Richten Sie die acht Fäden anschließend parallel aus. Ziehen Sie jeden Ankerknoten noch einmal vorsichtig an, damit die Knoten dicht nebeneinander sitzen. Wenn zwischen ihnen kleine Lücken entstehen, ist das kein Problem - schieben Sie sie einfach am Ring zusammen.

Teilen Sie die Fäden nun in zwei Gruppen mit je vier Fäden. Jede Gruppe wird zu einer eigenen Spirale. Das Ergebnis wirkt ausgewogen und endet später in zwei kleinen Quasten. Wer einen breiteren, einzelnen Anhänger möchte, kann auch mit allen acht Fäden arbeiten. Für den Anfang sind zwei schmale Stränge aber leichter zu kontrollieren.

Schritt 2: Den ersten Spiralknoten setzen

Nehmen Sie in einer Vierergruppe den ganz linken Faden und legen Sie ihn wie ein C über die beiden mittleren Fäden. Der linke Faden liegt dabei quer nach rechts. Den rechten Außenfaden führen Sie über das Ende des linken Fadens, dann hinter den beiden mittleren Fäden hindurch und durch die Schlaufe auf der linken Seite nach vorne.

Ziehen Sie beide Außenfäden gleichmäßig fest. Der Knoten soll dicht unter dem Schlüsselring sitzen, aber die Trägerfäden nicht verziehen. Sie haben jetzt einen halben Kreuzknoten geknüpft.

Schritt 3: Die Drehung entstehen lassen

Für die Spirale wiederholen Sie exakt denselben Knoten immer von derselben Seite. Beginnen Sie also erneut mit dem linken Außenfaden. Nach etwa vier bis sechs Knoten beginnt sich das Band von allein zu drehen. Das ist gewollt und kein Fehler.

Knoten Sie weiter, bis der Strang ungefähr 8 bis 10 cm lang ist. Bei einem kleinen Schlüsselanhänger reichen meist 12 bis 18 Knoten, abhängig von der Kordel. Legen Sie zwischendurch eine Pause ein und lassen Sie den Strang frei hängen. So sehen Sie besser, ob die Spirale gleichmäßig fällt.

Danach arbeiten Sie die zweite Vierergruppe auf dieselbe Weise. Achten Sie darauf, dass beide Spiralen ungefähr gleich lang werden. Millimetergenaue Gleichheit ist nicht nötig - handgemacht darf man sehen. Deutliche Unterschiede lassen sich jedoch leicht vermeiden, wenn Sie die erste Spirale nach dem Fertigstellen als Maß danebenlegen.

Schritt 4: Enden sichern und Fransen gestalten

Wenn beide Stränge die gewünschte Länge haben, setzen Sie jeweils einen festen Abschlussknoten. Lassen Sie darunter etwa 3 bis 5 cm Kordel für die Fransen stehen und schneiden Sie den Rest gerade ab. Bei gedrehter Baumwollkordel können Sie die Enden mit den Fingern oder einem feinen Kamm aufdrehen und auskämmen.

Für eine ordentlichere Quaste schneiden Sie die Fransen erst grob und legen die beiden Stränge dann nebeneinander. Kürzen Sie anschließend in kleinen Schritten. Zu starkes Kürzen auf einmal ist der häufigste Grund für ungleichmäßige Enden. Wer die Fransen lieber schlicht mag, lässt die Kordel gedreht und schneidet nur gerade ab.

Welche Variante passt zu Ihrem Projekt?

Ein gedrehter Schlüsselanhänger ist schnell gemacht und sieht durch seine Struktur lebendig aus. Für sehr glatte, gerade Muster eignet sich stattdessen der vollständige Kreuzknoten. Dabei wechseln Sie nach dem ersten halben Knoten die Seite. Das Band bleibt flach und ist eine gute Wahl, wenn Sie Perlen einarbeiten möchten.

Holzperlen passen gut zu naturfarbener Baumwollkordel, während kräftige Farben einen modernen Akzent setzen. Beachten Sie nur die Lochgröße: Die Kordel muss hindurchpassen, und bei mehreren Fäden kann es schnell eng werden. Kleine Metallanhänger oder Buchstabenperlen sind ebenfalls möglich, sollten aber nicht zu schwer sein. Ein Schlüsselanhänger wird oft gezogen, geworfen und in der Tasche belastet.

Auch bei der Farbwahl entscheidet der Einsatzzweck. Natur, Beige und Grau passen zu fast jedem Schlüsselbund und kaschieren kleine Gebrauchsspuren. Pink, Petrol oder Senfgelb fallen schneller auf - praktisch, wenn Schlüssel gern verlegt werden. Für Geschenke wirken zwei abgestimmte Farben besonders schön, etwa Schwarz mit Beige oder Dunkelblau mit Weiß.

Häufige Fehler beim Knüpfen vermeiden

Wenn sich die Spirale gar nicht dreht, wurden die Knoten vermutlich abwechselnd von links und rechts gearbeitet. Das ergibt keinen Spiralknoten, sondern einen flachen Kreuzknoten. Das Muster ist trotzdem verwendbar, nur anders als geplant. Möchten Sie die Drehung zurückholen, trennen Sie nur die letzten Knoten auf und arbeiten dann konsequent von einer Seite weiter.

Wird der Anhänger wellig oder unterschiedlich breit, liegt es meist an wechselnder Zugspannung. Ziehen Sie nicht mit Kraft, sondern kontrolliert und möglichst immer ähnlich fest. Gerade bei weicher Baumwollkordel hilft es, den Knoten erst in Position zu schieben und erst dann endgültig anzuziehen.

Franst die Kordel schon während des Knotens stark aus, kann sie für sehr kleine Arbeiten zu locker gedreht sein. Das ist bei einer Quaste hübsch, beim Knüpfen aber manchmal unpraktisch. Schneiden Sie ausgefranste Spitzen ein kleines Stück zurück oder umwickeln Sie die Enden vorübergehend mit etwas Klebeband. Nach dem fertigen Knoten wird das Band wieder entfernt.

Aus einem kleinen Projekt wird ein persönliches Geschenk

Ein Makramee-Schlüsselanhänger braucht keinen besonderen Anlass. Er ist ein schnelles Mitbringsel, eine hübsche Ergänzung zu einem Geschenk oder ein kleines Projekt für einen kreativen Nachmittag. Besonders praktisch: Wenn Ring, Kordel und Schere einmal bereitliegen, können Sie direkt mehrere Anhänger in unterschiedlichen Farben knüpfen.

Probieren Sie beim ersten Stück ruhig eine einfache Farbe und ein gerades Grundmuster aus. Mit jedem weiteren Anhänger werden die Knoten gleichmäßiger, und Sie bekommen ein besseres Gefühl dafür, welche Kordelstärke, Länge und Farbwirkung Ihnen am besten gefällt.

 
 
 

Kommentare


bottom of page